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Alle Informationen zu Lebensraum und Lebensweise von Bartagamen


Wo leben Bartagamen? Der natürliche Lebensraum von Bartagamen ist die Steppe bzw. die Wüste. Aufgrund ihrer von Natur aus bräunlichen Färbung können sie sich inmitten der Äste und Zweige gut tarnen. 


Für das menschliche Auge ist es oft schwer, Bartagamen in dieser Umgebung zu entdecken. Bartagamen haben sich ihrem Lebensraum angepasst und auch in der Zucht diese Anpassung weitgehend beibehalten. Umso wichtiger ist es, dass Sie als Halter Ihrem Bartagamen möglichst die Lebensbedingungen anbieten, die er auch in seiner natürlichen Umgebung vorfindet.

Wie lange leben Bartagame?

bartagame alter

Viele Halter interessiert die Frage: Wie alt werden Bartagame bzw. wie alt kann mein Bartagam werden? In der freien Wildnis liegt die Bartagame Lebenserwartung bei bis zu 20 Jahren.


In der Terrarien-Haltung ist die Lebenserwartung der Bartagame niedriger. Sie liegt im Durchschnitt bei zwischen 10 und 15 Jahren.


Wichtig beim Kauf eines Bartagamen ist darauf zu achten, aus welcher Zucht er stammt. Einige unerfahrene oder unseriöse Züchter achten nicht auf den gesundheitlichen Zustand der Tiere, sondern nur auf die Farbe.

Derart überzüchtete Tiere werden häufiger krank und auch das Bartagame Alter ist durch die geringere Lebenserwartung deutlich niedriger.

Wie kann ich die Lebenserwartung der Bartagame erhöhen?

Gesunde, kräftige Tiere erreichen unter den richtigen Haltungsbedingungen ein höheres Bartagam Alter, als diejenigen, die unter Mangelerscheinungen leiden.

Es ist empfehlenswert, den Wüstenechsen zusätzlich Vitaminpräparate zu verabreichen, den Kaliumhaushalt auszugleichen und ein Flüssigkeitspräparat zur Aufbereitung des Wassers im Terrarium zu verwenden. 

Mehr zur Ernährung der Bartagame lesen Sie in einem späteren Abschnitt.

Wie groß werden Bartagame?

bartagame größe

Die Größe eines Bartagamen hängt von seiner Art ab. Der bekannteste Bartagame, der Pogona Vitticeps, erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 25cm.


Dieser Bartagam ist ausgewachsen zwischen 30 und 50cm groß. Kleinere Arten wie beispielsweise die Zwergbartagame erreichen aber nur eine Kopf-Rumpf-Länge von 15cm.

Es gibt aber auch Bartagame Arten, die nur 25cm groß sind und Bartagame, die eine Größe von 75cm erreichen. Darüber, wann ein Bartagame ausgewachsen ist.

Hinweis zur Tarnung 

Die Tarnung hilft den Bartagamen zwar in ihrem natürlichen Lebensraum, wird ihnen in der Zivilisation aber oft zum Verhängnis. Dort liegen sie häufig auf den asphaltierten Straßen ebenso reglos, weil sie die im Asphalt gespeicherte Wärme genießen wollen. Leider werden sie dann häufig überfahren, denn ihr Warnmechanismus springt erst dann auf, wenn das Türschloss ein lautes Klicken verursacht. Herannahende Fahrzeuge werden dagegen meistens erst zu spät bemerkt.

Sind Bartagame gesellige Tiere oder Einzelhänger ?

Bartagamen sind in der freien Natur Einzelgänger. Jedes Tier hat sein eigenes Territorium, das aber meistens sehr dicht an anderen Bartagam Territorien liegt.

Ein Männchen nutzt ein Territorium, das mehrere Quadratmeter groß ist und an dessen Grenzen sich die weiblichen Tiere aufhalten. In der Paarungszeit findet hier ein kleines Schauspiel statt. Die Männchen zeigen einerseits ihr Imponiergehabe, aber auch die Weibchen machen auf sich aufmerksam.

Das Verhalten der Bartagame in ihrem natürlichen Lebensraum

lebensraum bartagame

Bartagame möchten gerne ihr Territorium überblicken. Dazu suchen sie sich in ihrer natürlichen Umgebung eine Erhöhung wie einen großen Stein, einen Baumstumpf oder einen Termitenhügel.


Dort sitzen sie oftmals über Stunden und nicken mit dem Kopf. Wenn sich die Bartagamen in dichter besiedelten Gebieten aufhalten, dann sitzen sie auf Telegrafenmasten und Zaunpfählen.

Wenn sich Tiere in Gefahr wähnen, dann lassen sich die Tiere von ihrer Erhöhung auf den Boden fallen und verschwinden dann im Gestrüpp.


Manchmal vertrauen sie auf ihre Tarnung und bewegen sich auf der Rückseite eines Baumes oder Astes nach oben.

Bartagame orientieren sich visuell in der Umgebung

Bartagame können Beute und andere Tiere aus großer Distanz wahrnehmen. Sie sind visuell orientierte Wüstenechsen. Wenn Sie etwas orten wollen, zeigen sie dies in einer besonders aufmerksamen Körperhaltung. 


Sie biegen ihren Schwanz nach oben und heben ihren Kopf an. Wenn sie auf etwas stoßen, dann nehmen sie häufig ihre Zunge, um weitere Sinne mit einzubeziehen.

Wissenswert: Warum züngeln Bartagamen?

Oftmals kann man bei Bartagamen das sogenannte Züngeln beobachten. Dabei schnellt die Zunge vor und zurück und berührt dabei den anvisierten Gegenstand. Während dieses Vorgangs bleiben Duftstoffe an dem Gegenstand haften, die wiederum beim Zurückziehen der Zunge in das sogenannte „Jacobsche Organ“ befördert und dort wahrgenommen werden.

Wie aktiv sind Bartagame?

In ihrem australischen Lebensraum unterliegen die Bartagame und damit auch ihr Verhalten dem natürlichen Rhythmus der Jahreszeiten.

Ihr Verhalten ist demnach abhängig von den Temperaturen, den Niederschlägen und auch der Anzahl der Sonnenstunden. In der Zeit zwischen September und Mai sind Bartagame in Australien sehr aktiv. In der übrigens Zeit werden sie eher ruhiger und halten auch Winterruhe.

Die soziale Hierarchie unter den Bartagamen

wie alt werden bartagame

Wie bei den meisten anderen Lebewesen gibt es auch bei den Bartagamen eine soziale Hierarchie, wenn sie zu mehreren in einem Terrarium gehalten werden.

 

Schon nach wenigen Tagen zeigt sich, dass einige Tiere ein dominantes und andere ein zurückhaltendes Verhalten an den Tag legen. 


Dominantere Tiere schnappen den schwächeren das Futter weg, weswegen sie oft größer sind als die unterdrückten Tiere.

 

Außerdem haben die dominanten Tiere meistens einige Privilegien, wie zum Beispiel den besten Sonnenplatz oder die höchste Aussichtsstelle. 

Dominantere Tiere zeigen oftmals ein aggressives Verhalten, auf das die unterdrückten Tiere angemessen reagieren müssen. Tun sie dies nicht, kommt es zu Kämpfen mit oftmals tödlichem Ausgang.


In freier Wildbahn entfernen sich unterdrückte Tiere einfach aus dem Terrain des dominanten Bartagamen. Da sie diese Gelegenheit in einem Terrarium nicht haben, sollten Sie immer nur ein einzelnes Bartagamen-Männchen im Terrarium halten.

Thermoregulation der Bartagamen

Bartagamen sind wechselwarme Tiere. Das bedeutet, sie können nicht die benötigte Körpertemperatur selbst produzieren, sondern wärmen sich von außen durch die Strahlen der Sonne.


Daher bestimmt die Sonne und die Jahreszeit auch den Lebensrhythmus der Tiere. Insbesondere in der Sommerzeit wenden Bartagamen Strategien an, um nicht auszutrocknen. Immerhin kann es in Australien tagsüber auch mal bis zu 40°C heiß werden und die Oberflächen sogar bis zu 70°C.


Über die Thermoregulation können Bartagamen ihre Körpertemperatur so anpassen, dass sie auch in einer scheinbar lebensfeindlichen Umgebung überleben können.   

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